Ingrid und Haruka

Liebe Frau Hardt!
Gestern habe ich ihr Buch „Wie das Wetter im April“ komplett durchgelesen.
Ich bin selbst Mutter zweier Mädchen (5 und 8 Jahre) mit einer Autismus Störung. Haben noch eine große Tochter mit 14 Jahren.
Als meine ältere Tochter 3 Jahre alt war, fand ich es merkwürdig, warum sie sich denn so anders verhielt, als unseren ältesten (damals 9 Jahren). Ihr Lieblingswort war „nein“ und sie folgte nicht so recht. Unsere Große war viel leichter zu erziehen. Es mag nun seltsam klingen, aber damals gab ich im Internet in der Suchmaschine ein: Mein Kind folgt nicht. Ich stieß erst auf ADHS. Nachdem ich Ähnlichkeiten feststellte, es aber nicht 100%ig passte, forschte ich weiter und irgendwann war mir klar, mein Kind muß Autismus haben. Auch wenn nicht alles so stark zutrifft. Aber die vielen seltsamen Verhaltensweisen liesen sich damit erklären.
Die Ärzte und Psychologen waren aber nicht der Meinung. Das Kind spielt doch mit ihrer Schwester, sie spricht doch mit mir, das ist keine Autistin, hieß es. Nachdem ich nicht locker lies, mir selbst anhören durfte, das ich Schuld am gestörten Verhalten meiner Kinder wäre, suchten wir eine etwas weiter entfernte Autismus Fachambulanz auf, wo meine Tochter im Alter von 5 Jahren die Diagnose bekam.
Unsere jüngste hatte auch für uns auffällige Verhaltensweisen. Woanders sagte man uns, das wäre doch die ganz normale Trotzphase. Wir stellten sie mit 4 Jahren dann auch in der Fachambulanz vor. Obwohl sie bei den Autismus Tests unter den Cut off Werten war, bekam sie trotzdem die Diagnose Asperger, weil die Psychologin durch ihre Beobachtung davon überzeugt war. Je älter sie nun wird, desto auffälliger wird der Autismus bei ihr.
Unsere 8 Jährige kommt nun in die 3. Klasse und hat seit Schulbeginn eine Schulbegleitung. Unsere jüngste wird jetzt mit 5 Jahren vorzeitig eingeschult. Auch mit Schulbegleitung.
Nach dem Lesen ihres Buches habe ich mich gefragt, was wäre heute, wenn ich damals nicht so hartnäckig gewesen wäre? Trotzdem haben wir immer noch einen Kampf, weil man unseren Töchtern ihren Autismus nicht ansieht und die Lehrer etc, die mit Ihnen zu tun haben, sich nicht vorstellen können, worin die Schwierigkeiten liegen, die die beiden mit ihrer Umwelt haben.
Mich hat ihr Buch sehr bewegt. Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit. Sie haben viel Kraft über die Jahre gebraucht. Hatten keinen Vater (ihrer Kinder), der sie hätte unterstützen können. Alle, die selbst autistische Kinder haben, wissen, was sie in den Jahren durchgemacht hat. Außenstehende können das nicht nachvollziehen. Aber zum Glück gibt es Bücher, wie das ihre, wo betroffene Eltern und Kinder aus ihrem Leben berichten. Nach wie vor finde ich es schlimm, das es sowohl in Deutschland als auch in Österreich viele Kinderpsychologen sind, die eine autistische Störung nicht erkennen. Nun war doch ihre Tochter auch auffälliger. Warum werden gerade auch Schulpsychologen nicht in diese Richtung geschult.
Ich wünsche Ihrer Tochter alles Gute, das sie lernt, mit Ihrem Autismus zurecht zu kommen in dieser anstrengenden Welt.
Ich wollte gar nicht so viel Schreiben, einfach nur Ihnen gegenüber Lob und Anerkennung ausdrücken.
Ihr Buch kommt in die Bücherkiste unserer Selbsthilfegruppe. Das Buch von ihrer Tochter Lily werde ich mir auch kaufen.
Herzliche Grüße und auch für die Zukunft noch alles Gute und viel Kraft.
Tanja

Liebe Frau Hardt!
"Haruka" - in einem Zug durchgelesen "Wie das Wetter im April" -
meine derzeitige Hauptlektüre!
Bin fasziniert, berührt und voll Bewunderung für den Weg von H&H
Ich bin eine ………, war Lehrerin, bin jetzt im Unruhestand. Besonderes Augenmerk legte ich immer auf Kinder mit "besonderen Bedürfnissen" So habe ich mich sehr mit Kr…… und ihrer Schullaufbahn beschäftigt. Kr…… hat austische Züge und ihre Eltern waren oft bei der LIBELLE!
Als Mensch, der Kinder sehr, sehr mag - besonders, wenn sie ihrer Bedürftigkeit Ausdruck verleihen - und als ……… hat es mich doppelt bewegt, mich an den PC zu setzen, um mit Ihnen "ins Gespräch zu kommen". Voller Spannung warte ich auf Ihre geschätzte Rückmeldung!
Besonders grüße ich Haruka. Bei ihren Gedichten flossen Tränen aus meinen Augen... und die Frage stellt sich: sind wir nicht alle - mehr oder weniger - autistisch? wollen wir nicht alle verstanden werden? und...und...und!
Fürs Erste: besonders herzliche Grüße aus ….. und ich hoffe: bis bald!!! Eva

Liebe Ingrid! Habe das Buch schon gelesen – hat mich sehr berührt! Helga

Hallo Ingrid, hab grad in der Woche den Artikel über eure Buchvorstellung gelesen. Habe mich sehr gefreut euch dort zu sehen und sowieso bin ich voll stolz auf euch dass ihr das alles geschafft habt. glg Elfi

freue mich schon auf unser nächstes Treffen!
Hab grad reingschaut – SUPER!!! Schönes Wochenende und ganz liebe Grüße an deine Tochter!
Riki


Hallo Ingrid, bin beeindruckt und gratuliere dir und deiner Tochter von ganzem Herzen, melde mich nächste Woche. glg Gabi


Rezension bezieht sich auf:
Wie das Wetter im April - Autismus ist nicht das Ende (Gebundene Ausgabe)
Sehr bewegender Bericht einer mir bisher unbekannten Autorin. Die lebendige Sprache überzeugt in ihrer Klarheit. Das Thema sollte uns alle interessieren und ist uns vielleicht näher als wir denken. Peter


Rezension bezieht sich auf:
Wie das Wetter im April - Autismus ist nicht das Ende (Kindle Edition)
..es ist wirklich nicht das Ende. Autistische Menschen sind eine Bereicherung für unser Leben. Trotzdem Hut ab vor dieser mutigen Mutter. So zu seinem Kind zu stehen kann für uns alle vorbildlich sein. Am liebsten würde ich es 1000fach verschenken. Absolut empfehlenswert. Danke, Ingrid Hardt und Haruka


Rezension bezieht sich auf:
Wie das Wetter im April - Autismus ist nicht das Ende (Gebundene Ausgabe)
Der Roman behandelt das Leben einer alleinerziehenden Mutter mit ihren zwei Kindern. Im Vordergrund stehen die oft herausfordernden Erlebnisse, die sich aus der lange nicht erkannten Situation der Tochter ergeben. Lillys Asperger-Syndrom wird erst diagnostiziert, als sich die Anzeichen dramatisch verschlechtern. Das Buch kann vielleicht helfen, wachsamer zu sein und bestimmte Anzeichen früher deuten zu können, besonders Eltern und Menschen, die mit Kindern beruflich zu tun haben. Edith


Rezension bezieht sich auf:
Wie das Wetter im April - Autismus ist nicht das Ende (Gebundene Ausgabe)
Tolles Buch, ist sehr empfehlenswert! Man bekommt Gänsehaut beim Lesen und man sieht, wie sich alles zum Guten verändern kann. Michelle Bund


Rezension bezieht sich auf:
feel my fantasy (Kindle Edition)
Haruka, ein jugendliches Mädchen mit Asperger- Autismus, drückt in Gedichten und Zeichnungen von Drachen - ihren symbolischen Wesen - ihre Gefühle und Empfindungen aus. Berührend! Edith


Rezension bezieht sich auf:
feel my fantasy (Gebundene Ausgabe)
=wertvoll= -empfehlung: jedem der nachempfinden möchte wie es in einem -mädchen mit der -diagnose asperger -autismus aussieht wenn es spät erkannt wird. Monika Stein